Sie sind hier: >>> Die Abteilungen >>> Pflege >>> Fördern statt Fordern
Fördern statt Fordern
Fördern statt Fordern - ohne Überforderung
Eine der wichtigsten und schwierigsten Aufgaben des Personals ist das Motivieren, das erkennbar machen von Sinn und Zweck einer Massnahme und zwar nach Absprache im TEAM (ärztliches Einverständnis vorausgesetzt). Hierzu gehört auch das Vermitteln von Erfolgserlebnissen, ohne die Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Verschärft wird die Gesamtsituation, wenn Mitglieder des Personals selbst nicht von der Wichtigkeit verschiedener Massnahmen überzeugt sind (oder sich scheuen den Heimbewohner unbequeme Anforderungen zu stellen) und "pflegerische Alleingänge" starten. Eine Überversorgung spart natürlich Zeit, scheint vielen Heimbewohnern zu gefallen (...eben keine unbequemen Auseinandersetzungen mit dem Heimbewohner) und eine (vordergründig) einheitlliche Arbeitsweise des Teams sieht sicherlich gut aus. Besondere Anforderungen ans das Personal entstehen oftmals durch Fragen der Heimbewohner wie:
"...Was soll das alles, ich bin alt und sterbe bald, für wen soll ich das tun..."
"...Ich bezahle hier Unsummen und soll mich auch noch abmühen daß die Schwestern weniger arbeiten müssen?!
oder ähnliche Äusserungen um einige Extremformen zu nennen.
Erkennbare Erfolgserlebnisse kommen erfahrungsgemäss erst nach langer, geduldiger Zusammenarbeit (kleine Schritte) mit Kollegen, Ärzten, Angehörigen und vor allem
mit dem zu betreuenden alten Menschen selbst.
Grenzen/Schwierigkeiten
Zeitdruck
Verantwortung gegenüber allen Heimbewohnern
Krankheitsbild/Schmerzen
Akute Krankheitsbilder
Ärztliche Anordnung
Sympathie/Antipathie von Heimbewohnern und Personal
Sturheit des Heimbewohners ("...ich bezahle.....")
Sturheit des Personals ("...seit X-Jahren ist das so, geändert wird nix..")
Zu hohe Ziele
usw......
Individuelle und aktivierende Pflege
Böser Spruch:
Sauber, satt und still - das ist es was die Schwester will !!!
Individuelle:
auf das Individuum, den einzelnen Mensch, seine Bedürfnisse, seine speziellen Gewohnheiten und Verhältnisse zugeschnitten, ihnen angemessen, Ihnen entsprechend....
als Persönlichkeit zu respektieren.......
Aktivierende Pflege:
Unterstützung/Förderung vorhandener Fähigkeiten
Wiedererlangen "verlorener" Fähigkeiten
Wiedererlangen/Steigerung des Selbstwertgefühls/Selbstbewusstsein
Dies bedeutet nicht für, sondern hauptsächlich mit dem alten
Menschen tätig zu sein.
Zu oft werden HeimbewohnerInnen therapiert, aktiviert, trainiert......,
ohne dass sie tatsächlich in die Massnahme mit einbezogen wurden.
Stubendurchgang 2

