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Der Kupark
Der Kupark direkt vor der Tür
Ihren einzigartigen Kurparkt verdanken die Oeynhausener Carl von Oeynhausen, dem es gelang, unterstützt von Friedrich Wilhelm IV., den führenden preußischen Gartenarchitekten Peter Josef Lenne für die Planung des Kurparks zu gewinnen. Sein Entwurf wurde 1847 endgültig unterzeichnet.
Die Art des Landschaftsgartens, wie der 1789 geborene Lenne´ihn auch für Oeynhausen plante, wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in England erfunden und wird deshalb bis heute "Englischer Garten" genannt.
Im Gegensatz zum Barock, der die Gärten in strenge, geometrische Formen preßt, entsteht zu dieser Zeit die Gartenkunst des Klassizismus.
Auch sie beruht auf Symmetrie und axialer Planung, allerdings ohne die überladenen, schwülstigen Dekorationen des Barock. Der Klassizismus erhöht die Wirkung der vorhandenen Natur durch gestalterisches Eingreifen. Sanft geschwungene schmale und breite Wege führen den Betrachter durch das Grün, Einschnitte gewähren Durchblicke auf weite Flächen.
Heute liegt der besondere Reiz des Kurparks in der Spannung zwischen den klassizistischen Elementen - wie den verschlungenen Parkwegen - und den neubarocken, den rechtwinkeligen Beeten, entlang der beiden Achsen in der Parkmitte. Lenne´s Planung läßt einen Korso mit kraftvollem Schwung den gesamten Park umfassen. Im Zuge der Landesgartenschau wurde der Kurpark weitestgehend in seinen historischen Zustand zurückversetzt.
Mittelpunkt und zentraler Treffpunkt zugleich ist das Halbrund der Wandelhalle. Aber auch das Theater im Park oder Kurhaus und die Badehäuser I und II sind steinerne Zeugen.
Aus Staatsbad Journal 2003


