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BEWEGUNGSÜBUNGEN

Bewegen der Gelenke

Kann ein Mensch nicht mehr selbständig Bewegungsübungen durchführen, dann müssen diese von einer Pflegeperson regelmäßig (mindestens 2mal täglich) ausgeführt werden. Lassen Sie sich zu Beginn dieser Maßnahmen von einer dafür ausgebildeten Krankengymnastin oder Krankenschwester anleiten. Jedes Gelenk sollte dabei im Rahmen seiner Bewegungsmöglichkeiten gedreht, gestreckt, gebeugt oder abgespreizt werden. Die Bewegungen sollten vorsichtig, langsam und mit beiden Händen ausgeführt werden, wobei das nächstliegende Gelenk durch eine Hand fixiert werden muß. Treten Schmerzen bei diesen Bewegungsübungen auf, teilen Sie dies ihrem Hausarzt mit, damit dieser geeignete Maßnahmen ergreifen kann.


 

Isometrische Bewegungsübungen

Bei isometrischen Bewegungsübungen wird die Spannung der Muskulatur verändert, nicht aber deren Lage. Dadurch wird der Muskelstoffwechsel stark angeregt, ohne jedoch den Kreislauf zu belasten. Diese Übungen sind besonders geeignet, um einen Muskelabbau vorzubeugen. Sie schonen gleichzeitig Herz- und Kreislauf. Lassen Sie sich zu Beginn dieser Maßnahmen, von einer dafür ausgebildeten Krankengymnastin anleiten.
Zur Kräftigung der unteren Gliedmaßen können Sie z.B. folgende Übung ausführen; der Pflegebedürftige liegt dazu mit gestreckten Beinen in Rückenlage: Stellen Sie sich an das Fussende des Bettes, legen Sie Ihre Handflächen gegen die Fußsohlen des Pflegebedürftigen und fordern Sie Ihn auf, mit seinen Fußsohlen Ihre Hände wegzudrücken. Dosieren Sie dabei entsprechend den Gegendruck. Achten Sie darauf, daß der Pflegebedürftige mit größtmöglicher Kraft gegen Ihre Handflächen drückt, die Muskelanspannung langsam und nicht ruckartig ausübt, regelmäßig und normal atmet und Atempressen vermeidet.


 
 

Der Pflegebedürftige kann auch selbständig, nach entsprechender Anleitung, bestimmte isometrische Bewegungsübungen ausführen. Bitten Sie den in Rückenlage mit gestreckten Knien liegenden Pflegebedürftigen, die linke Fußsphle auf den rechten Fußrücken zu legen und nun gleichzeitig Fußsohle und Fußrücken gegeneinander zu drücken. Lassen Sie ihn diese Übung etwa 5 mal wiederholen.
Wenn Sie diese Übung regelmäßig einüben wird der Pflegebedürftige diese schon bald selbständig ausführen können, was sein Selbstbewußtsein stärkt und ihm das Gefühl gibt, selbst etwas für seine Gesundheit tun zu können.


 

Nützliche Helfer

Eine Reihe von Hilfsmitteln stehen Ihnen zur Verfügung, deren sachgerechter Einsatz eine Gelenkversteifung oder einen Muskelabbau verhindern kann.
Strickleiter: ermöglicht ein Aufrichten im Bett und kräftigt Muskulatur und Gelenke von Schulter, Ellenbogen und Hand.
Fussaktivstützen: ermöglichen aktive Bewegungsübungen gegen elastischen Widerstand und beugen somit einem Spitzfuß vor.


 
 

Schaumstoff- oder Noppenbälle und Knete und Handexpander dienen zum Greiftraining.
Achten Sie bei der Anwendung von Hilfsmitteln darauf, daß einseitige Belastungen oder eine langandauernde Lagerung mitunter die Entwecklung einer Gelenkversteifung noch fördern können. So sind insbesondere bei Pflegebedürftigen, die unter einem Schlaganfall leiden, besondere Aspekte zu berücksichtigen.


 
 




Gelenkversteifung und Muskelabbau verhindern | Thrombose

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